Unser Engagement - Der Mensch

ERINNERN - GEDENKEN - MAHNEN 2018

Erinnern-Gedenken-Mahnen 2018 Foto: RheinPfalz - Lenz

Öffentliche Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus

am 25. Januar 2018 im Gemeindesaal der

Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz, Speyer

mit Oberbürgermeister Hansjörg Eger und Schülerinnen und Schülern

der Edith-Stein-Realschule , des Edith-Stein-Gymnasiums, des Hans-Purrmann-Gymnasiums und des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist wichtig, eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Vertust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken“ (Prof, Dr. Roman Herzog)

Erinnern und gedenken

Wir gedenken •••
heute aller Opfer des Nationalsozialismus!
Bitte erheben Sie s ich " (ganz kurze Pause bis die Menschen stehen)

Wir gedenken •••
der Menschen, die wegen ihrer Zugehörigkeit zur jüdischen Religion Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns wurden . Millionen von ihnen wurden erniedrigt, entrechtet, geschunden und in Konzentrationslagern ermordet.

Wir gedenken •••
der Frauen und Männer, die nicht bereit waren ihre politische Überzeugung aufzugeben und sich anzupassen, insbesondere auch derer, die sich gewerkschaftlich engagierten und dafür Folter und Tod in Kauf nahmen .

Wir gedenken •••
der Männer, die aufgrund ihrer pazifistischen Überzeugung nicht bereit waren, dem Staat als Soldaten zu dienen. Viele wurden als Kriegsdienstverweigerer und Wehrkraftzersetzer verurteilt und standrechtlich erschossen.

Wir gedenken •••
der Menschen, die wegen ihrer Behinderung keinen Platz im Wertebild der Nazis hatten und zu „Lebensunwertem Leben“ erklärt wurden. Viele wurden unter Zwang sterilisiert, sind in Heimen verhungert, durch Spritzen oder Gas ermordet.

Wir gedenken •••
der Frauen und Männer, deren Lebensweise und Sexualität im totalitären NS-Staat nicht toleriert wurde. Sie wurden als Homosexuelle beschimpft und gebrandmarkt, in Konzentrationslager gesteckt, missbraucht und vernichtet.

Wir gedenken •••
der Frauen und Männer, die aus christlicher Überzeugung den einsamen Weg des Widerstandes gegangen sind; nicht immer konnten sie mit der Unterstützung ihrer Kirche rechnen.

Wir gedenken •••
der Menschen, die als Polen, Russen oder Slawen zu "Untermenschen" erklärt, in ihren Dörfern und Städten ermordet und mit ihren Häusern verbrannt wurden.

Wir gedenken •••
der Frauen und Männer, denen als Schriftsteller, Dichter, Maler, Bildhauer, Musiker, Interpreten und Komponisten Berufsverbot auferlegt wurde. Ihre Werke wurden von den Nazis als "entartet" bezeichnet, verboten und verbrannt.

Wir gedenken •••
der Menschen, die der Volksgruppe der Sinti und Roma angehören. Als Zigeuner beschimpft, vertrieben und gemordet, wurden sie Opfer der nationalsozialistischen Rassenpolitik.

Wir gedenken •••
der Menschen, die als Kriegsgefangene oder Zwangsarbeiter in Fabriken, Steinbrüchen oder in der Landwirtschaft zum Arbeiten gezwungen wurden und dabei auch den Tod fanden

Stellvertretend für viele gedenken wir namentlich:

Edith Stein

Edith Stein wurde 1891 in Breslau als elftes Kind jüdischer Eltern geboren. Somit war sie Jüdin. Ihr Vater starb, als sie zwei Jahre alt war. Ab 1911 studierte sie an verschiedenen Universitäten Philosophie und promovierte 1916 bei Edmund Husserl in Freiburg. Eine Habilitation wurde ihr verwehrt, weil sie eine Frau war.

Früh wuchs ihre Skepsis gegenüber dem Glauben ihrer Eltern. Zeitweise bezeichnete sie sich als Atheistin. Die Lektüre der Autobiographie der heiligen Teresa von Avila beeindruckte sie derart, dass sie zum katholischen Glauben konvertierte. In Bad Bergzabern empfing sie im Januar 1922 die Taufe. Zwischen 1923 und 1931 unterrichtete sie am Kloster St. Magdalena in Speyer in einer Vorgängerschule der heutigen Edith-Stein-Schulen die Fächer Deutsch und Geschichte.

Edith-Stein

Die Zeit in Speyer war für Edith Stein und ihre damaligen Schülerinnen sehr prägend. Als Lehrerin war sie sehr streng und legte hohe Maßstäbe an. Die Schülerinnen hatten jedoch großes Vertrauen zu ihr. Eine Schülerin sagte damals: "Ich hatte das Gefühl verstanden zu werden. Sie war niemals kleinlich und nie fühlte man sich bloßgestellt oder verletzt. Die Stunden gehörten zu den schönsten Erinnerungen meiner Seminarzeit in Speyer."

Eine andere Schülerin äußerte sich so: "Fräulein Doktor erteilte uns Deutschunterricht. In Wirklichkeit gab sie uns alles."

Edith Stein wurde als sehr empathisch und vertrauenswürdig beschrieben. Zum Beispiel bekam ein Speyrer Diakon , der hier das Priesterseminar besuchte, nach einer Predigt von Edith Stein einen Blumenstrauß als Zeichen der Ermutigung und Anerkennung geschenkt.

Auch an Namenstagen und Geburtstagen dachte Edith Stein an die Menschen um sie herum. Genauso war ihr auch ihre eigene Familie sehr wichtig. Jeden Samstag ging ein Brief an ihre Mutter nach Breslau.

1925 kam es in Speyer für Edith Stein zu einer zentralen '-Begegnung mit einem Jesuitengelehrten, der ihr riet, sich mehr mit Thomas von Aquin zu beschäftigen, dieser Aufforderung folgte sie. Daraus resultierten rege Vortragstätigkeiten, ein Höhepunkt dabei war ihr Beitrag bei den Salzburger Hochschulwochen 1930 über das Thema: "Das Ethos der Frauenberufe".

Genauso wichtig wie die äußeren Aktivitäten waren allerdings auch die Dinge, die im Inneren vor sich gingen. Edith Stein lebte wie eine Klosterfrau und legte in Speyer drei Gelübde ab. Sie galt als große Beterin , die nicht selten bewegungslos kniend viele Stunden im Gebet verbrachte. Einmal fand man sie morgens in den Kirchenräumen. Sie hatte die Nacht dort verbracht und war vor der Weihnachtskrippe noch immer im Gebet versunken. Eine Schwester, die sich dafür entschuldigte, Edith Stein aus Unachtsamkeit eingeschlossen und somit um ihren Schlaf gebracht zu habe, erhielt nur die Antwort: "Wie kann man schlafen in einer Nacht, in der Gott Mensch wurde?"

1933 trat Edith Stein in den Kölner Karmel ein und nahm den Ordensnamen .Teresia Benedikta a Cruce" an. Infolge der immer stärker spürbaren Bedrohung durch den Nationalsozialismus siedelte sie zusammen mit ihrer Schwester Rosa 1938 in den Karmel Echt in die Niederlande über. Während der deutschen Besetzung der Niederlande begann auch dort die Deportierung der jüdischen Bevölkerung. In Holland entstand auch ihr letztes Werk mit dem Namen: .Kreuzeswissenschaften", Am 02.08.1942 wurden Edith,- und ihre Schwester Rosa Stein durch die Gestapo verhaftet und nach Auschwitz transportiert, wo sie schließlich am 09.08.1942 ermordet wurde. Edith Stein prägte das Bildungsleben in Speyer auf sehr besondere Weise. Ihre herausragende Stellung für die Stadt Speyer und darüber hinaus wurde spätestens dadurch deutlich, dass sie am 01.05.1987 von Papst

Johannes Paul II in Köln selig gesprochen wurde. Die Heiligsprechung auf dem Petersplatz in Rom folgte 1998, seit 1999 gilt sie sogar als Patronin Europas

Maria Koenig

Maria Koenig

Maria Koenig geb. Dudek wurde 1921 als Tochter eines Gutsbesitzers und Ortsvorstehers mehrerer Gemeinden in Dominikowice in Polen geboren. Das Mädchen, das seine Mutter bei der Geburt verloren hatte, wuchs zunächst in einem Kloster auf. Da ihre Stiefmutter ihr ein Studium verweigerte, lernte Maria nach dem Schulabschluss Nähen. Als im Zweiten Weltkrieg von jeder polnischen Familie ein Angehöriger zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert wurde, meldete sich Maria freiwillig. Stundenlang waren Männer und Frauen eng Ein weiteres prägendes Erlebnis war für Maria das Weihnachtsfest 1943. Abends schlichen sich Maria und einige ihrer Lagergefährtinnen heimlich aus dem Lager um im Dom zu Speyer die Christmette mitzuerleben. Dieses Unterfangen war für alle Beteiligten sehr gefährlich. Maria schrieb später: "Für 10 Minuten war ich in diesem wunderbaren Gotteshaus. Ich konnte das Lied "Stille Nacht" mitsingen. Das gab mir neuen Mut. Es war wie ein Licht am Ende des Tunnels." Als die Amerikaner am 24. März 1945 die Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen befreiten , war Maria Dudek "auf 25 Kilogramm abgemagert."

Zwei Jahre lang erholte sie sich von den Strapazen in Landstuhl, bevor sie nach England ging , um ein neues Leben zu beginnen. Sie heiratete in Manchester und bekam sechs Kinder.

PS. Ihr Sohn Robert Koenig war 2017 als Kunstschaffender mit seinem Projekt Odyssee zu Gast in Speyer. Zusammengepfercht unterwegs. Wer flüchtete, wurde erschossen. Maria kam zu den Flugzeugwerken nach Speyer. Sie wurde als Nr. 1129 geführt und musste den Buchstaben "P" für "Polen" als Abzeichen auf ihrer Kleidung tragen. Es folgten fast unerträgliche lange Monate dort, untergebracht in einem Lagerschuppen, mit Kälte und Hunger, Augenschmerzen von giftigen Dämpfen, bei Bombenalarm in Gräben liegend , ständig die Angst im Nacken, dies nicht zu überleben.

Maria Dudek beschreibt in ihrem autobiographischen Bericht ihre Zeit als Fremdarbeiterin in Speyer mit folgenden Worten: "Im Zwangsarbeiterlager in Speyer war das Leben schwierig. Glücklicherweise fand der Lagerführer Gefallen an mir. Hin und wieder gab es für das Camp eine Lieferung von Holzschuhen ... der Lagerführer suchte immer nach einer Größe, die mir passen würde. Bei einer anderen Gelegenheit wurde ein Stapel Kleidung geliefert - sie stammte von Menschen, die in den Gaskammern umgekommen waren. Jeder kämpfte darum, etwas für sich zu ergattern. Ich sah wie der Lagerführer einen Mantel in dem Kleiderberg gefunden hatte und ihn mir gab. Er passte perfekt und ich trug ihn bis zum Ende des Krieges.. . Wir fühlten uns wie richtige Sklavinnen ... Ein älterer Priester kam auf mich zu und gab mir zwei Äpfel. Ich war so glücklich darüber, weil ich über zwei Jahre lang keinen einzigen Apfel gegessen hatte. "

Mahnen

Mahnen

Mahnen - 25. Januar 2018

OB: Auch im Jahr 2017 mahnen Nachrichten über fremdenfeindliche, terroristische, antisemitische und rassistische Taten zu Wachsamkeit und fordern über konfessionelle, politische und ethnische Grenzen hinweg Solidarität und Toleranz als Antwort auf Feindbilder und Hass.

Als Beleg ein ige Meldungen aus dem Jah r 2017 und diesen Tagen:

 

3. Oktober 2017, Krefeld

Eine geflüchtete Familie, die seit zwei Jahren in der Stadt lebt, erhielt laut einem Bericht der Westdeutschen Zeitung zwei Briefe mit rassistischen Beleidigungen und Bedrohungen. Darin heißt es unter anderem "Wir hassen euch", "Raus hier" und "Dreckspack raus". Der Staatsschutz ermittelt.

13.Januar2018,Speyer

In einem namentlich unterzeichneten Leserbrief an die RHEINPFALZ wird ein straffällig gewordener jugendlicher Flüchtling als "ein viel älteres Stück Dreck, genannt Flüchtling oder Emigrant" abgeurteilt. Die redaktionellen Berichterstatter werden als "dumme Schreiberlinge oder Dummschwätzer" verunglimpft.

OB: Artikel 1

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

7. März 2017, Kassel

Ein junger Mann wird in der Kurt-Schumacher-Straße wegen eines Buttons mit Regenbogen und Davidstern antisemitisch beleidigt und bedroht. Ein unbekannter Mann beschimpft ihn als "nach Pisse stinkender Jude" und wirft ihm vor, "mit Nazis zusammen gegen die Türkei" zu kämpfen. Er fordert den Träger des Buttons auf zu verschwinden, ansonsten werde er "seine Leute holen".

5. Februar 2017, München

Eltern haben auf dem Smartphone ihres Sohnes einen Chat unter Schülern entdeckt, in dem die SS verherrlicht wird und Judenwitze gemacht werden. An der Gruppe, die im vergangenen Frühjahr unter Namen wie "Schwarzer Humor", "Schwarzer Tumor" und "Arische Bruderschaft" aktiv gewesen ist, beteiligten sich nach Erkenntnissen der Münchner Staatsanwaltschaft 179 Personen.

OB: Artikel 2

Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit , soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt .
Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.

6. April 2017, Herrenberg

Eine Frau, die eine Kette mit Davidstern trägt, fährt mit der Ammertalbahn nach Herrenberg. Im Zug bemerkt sie einen Mann, der sie verächtlich mustert. In Herrenberg verlässt sie den Zug. Der Mann steigt ebenfalls aus, folgt ihr und beleidigt sie unvermittelt als .Judenhure". Er wünscht ihr den .Tod in der Gaskammer" und bespuckt sie. Die Frau bringt sich in einem abfahrtbereiten Bus in Sicherheit. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

4. Dezember 2017, Burgdorf

Zwei Männer haben am Abend einen Asylsuchenden vor dessen Unterkunft attackiert. Zunächst beleidigten sie ihn rassistisch. Einer der beiden Männer soll dem Geschädigten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, worauf der Asylsuchende zu Boden stürzte. Der zweite Angreifer führte drei Hunde bei sich, die er auf den zu Boden gestürzten Mann hetzte. Dieser erlitt Bissverletzungen an der Hand, konnte sich aber aufrichten und in die Unterkunft fliehen. Die Angreifer entkamen unerkannt.

OB: Artikel 3

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.

Heilbronn, 25. Dezember 2017

Unbekannte beschädigen einen großen Chanukkaleuchter: An dem etwa drei Meter hohen achtarmigen Leuchter werden mehrere Lampen und die dazugehörigen Gaskartuschen heruntergeschlagen. Die Zerstörung wird von einem Passanten entdeckt. Wann genau der Leuchter, welcher auf der Allee bei der Synagogengasse aufgestellt ist, beschädigt worden ist, kann nicht genau festgestellt werden. Der Leuchter war von der jüdischen Gemeinde anlässlich des Chanukkafestes aufgestellt und feierlich entzündet worden.

22. Dezember 2017, Kommentar in der Zeitschrift " Publik Forum" Wo Fahnen verbrannt werden , da ist der Vernichtungswille groß, da gibt es nur noch Hass. Und der gebiert in dieser Welt nichts als neuen Hass. Genau das geschah jüngst in Berlin, am Brandenburger Tor. Da brannte die israelische Fahne mit dem Davidstern. Ausgerechnet neben dem Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt, durch das 1933 Fackelträger der SS marschierten. Das aber auch für den Fall der Mauer und für gewaltlose Überwindung von Grenzen steht. Dass an diesem Ort wieder sichtbar gehasst wird, lässt alle Alarmglocken schrillen.

OB: Artikel 4

Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Speyer, 2017

Es gab nicht nur Nachrichten, die aufschrecken und zur Wachsamkeit mahnen, sondern auch positive und zur Nachahmung ermunternde Ereignisse und Begegnungen von Menschen verschiedener Kulturen und Religionen:

Am 1. Februar eine gelungene Podiumsdiskussion hier im Jüdischen Gemeindesaal zum Thema "Barmherzigkeit in den drei abrahamitischen Religionen" mit jüdischem Rabbiner, muslimischer Religionspädagogin und christlichem Theologieprofessor.

Am 3. Juli die Einweihung der neuen Thorarolle für die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz hier in der Synagoge Beth Shalom. Nicht nur die Stadt und die Kirchen, sondern ganz viele Privatpersonen unterschiedlicher Herkunft und Glaubens haben mit ihren großzügigen Spenden die Anschaffung ermöglicht. Am 23. September 5. Jahrestag der Gründung des Interreligiösen Forums Speyer, das immer wieder Menschen verschiedener Glaubens und Religionsgemeinschaften zu Begegnung, Austausch von Wissen und Kultur, aber auch zum frohen Feiern zusammenbringt.

Am 3. Oktober waren alle Mitbürger und Nachbarn am Tag der Offenen Moschee eingeladen zum deren Besuch und zur freundschaftlichen Begegnung bei Gespräch, Speis und Trank.

Das sind nur einige wenige Beispiele, die zeigen, dass in Speyer ganz vielen Menschen gegenseitige Achtung, Respekt und gutes Miteinander Leben ganz wichtig sind.

Mitwirkende Schülerinnen der Edith-Stein-Realschule unter der Leitung von Fr. A. Schlichting:


EI-Faytarouni, Jasmin

Ciminski, Kim Zoe

Samsei, Kim

Jäger, Eva

Wind, Annika

Nguyen, Vanessa

Yilmaz, Seyna II

Zimmermann, Ann-Kathrin

Böhler, Damaris

Herzing, Louisa

Krämer, Jessica

Lahmers, Svenja

Schultz, Maya

Schumacher, Laura

 

 

Erinnern – Gedenken – Mahnen 2017

Angesichts der zunehmenden rechtspopulistischen Tendenzen in Deutschland, Europa und den USA ist es umso wichtiger, der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. So jährte sich dieses Jahr zum zwanzigsten Mal  in der jüdischen Synagoge „BEITH SHALOM“ die Gedenkveranstaltung der Stadt Speyer anlässlich des Jahrestages zur  Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz.

Jessica Obermann, Amanda Schwab, Lilli-Marlene Elsässer sowie Sandra Pluta (alle 10a) trugen wertvolle Informationen über die Speyrer Jüdinnen Rosa Metzger und Sara Lehmann zusammen. Eindrücklich führten sie uns diese beiden Frauen vor Augen. Hierdurch wurde die schwere Zeit der Juden während des Nationalsozialismus an diesem Abend wieder lebendig und erhielt ein Gesicht.

Julia Bachert (10b) und Maren Schaile (10c) lasen die Opfergruppen vor, während andere Schülerinnen aus den 10. Klassen die Kerzen nach vorne trugen.

Zusammen mit unserem Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger las Michelle Flörchinger (10b) aktuelle, fremdenfeindliche Ereignisse aus dem vergangenen Jahr, gesammelt aus verschiedenen Tageszeitungen, vor. Diese rütteln uns wach und rufen mehr denn je zum Handeln gegen das Vergessen und Negieren auf.  

Beim „Kaddisch“, dem jüdischen Totengebet, und dem von allen Teilnehmern gesungenen Schlusslied, „We shall overcome“, konnten einige Besucher ihre Tränen nicht mehr zurückhalten.

Wir danken unseren vielen engagierten Schülerinnen aus den Klassen 10a, 10b und 10c an dieser Stelle sehr herzlich.

                                                                                                             Alexia Schlichting (Religionslehrerin)

Erinnern - Gedenken - Mahnen - 2016

Anlässlich des bundesweiten Gedenktages fand am Mittwoch, den 27.01.2016, die Speyerer Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus in der Synagoge „Beith Shalom“ statt.

Dieses Jahr wurde unter anderem den Opfern der nationalsozialistischen Justiz gedacht, darunter auch Bischof Ludwig Sebastian und Jakob Philipp Schultheis.

Zahlreiche Schülerinnen der Edith-Stein-Realschule waren wie jedes Jahr an der Gedenkfeier beteiligt. Ann-Cathrin Eyrich, Ines Kegel und Lena Weick (alle 10a) widmeten sich in ihrem Beitrag intensiv Bischof Sebastian und dem Gründungsmitglied der Speyerer Kameradschaft, Jakob Philipp Schultheis. Ihr ständiger Kampf gegen politisches und juristisches Unrecht wurde an diesem Abend sehr deutlich.

Während Alina Joos und Helen Henschel (beide 10b) die Opfergruppen vorlasen, die von den Nationalsozialisten verschleppt, entrechtet und ermordet wurden, trugen zahlreiche Schülerinnen der Klassen 10a/10b zum Gedenken brennende Kerzen nach vorne.

Die Schülerin Lena Al Reda (10b) zitierte Presseberichte über antisemitische und rassistische Straftaten in Deutschland aus dem vergangenen Jahr. Oberbürgermeister Hansjörg Eger stellte diesen Berichten jeweils die passenden Passagen aus dem Grundgesetz gegenüber. Der Oberbürgermeister mahnte uns alle eindringlich zur Wachsamkeit in der heutigen Zeit.

Wir danken allen motivierten und engagierten Schülerinnen unserer Schule, die tatkräftig an der Gestaltung dieser Gedenkfeier mitgewirkt haben!

                                                               Alexia Schlichting - Religionslehrerin der ESR-Speyer

Erinnern - Gedenken - Mahnen - 2015

Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz fand am Dienstag, den 27.01.2015, in der Synagoge „Beith Shalom“ in Speyer die traditionelle Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus statt.

Zahlreiche Schülerinnen der Edith-Stein-Realschule waren daran beteiligt. Dieses Jahr wurde unter dem Thema "Entartete Kunst, entartete Musik" Künstlern wie z. B. Käthe Kollwitz und Ernst Barlach gedacht.

    Zoe Flörchinger (10b) und Sylvia Schneider (10a) ließen uns am Schicksal von Ernst Barlach teilhaben. Eindringlich gelang es ihnen, uns den Künstler und Bildhauer näher zu bringen.

    Leah König, Alisa Neubauer und Emelie Kögel (alle 10a) widmeten sich in ihrem Beitrag intensiv der Künstlerin Käthe Kollwitz. Ihr ständiger Kampf gegen die Unterdrückung und den Krieg, gegen Armut und Ausgrenzung wurde auch durch einige ihrer Bilder, die an diesem Abend gezeigt wurden, für die Zuschauer anschaulich.

Während Aline Geißler und Barbara Müller (beide 10a) die Opfergruppen vorlasen, die von den Nationalsozialisten verschleppt, entrechtet und ermordet wurden, trugen zahlreichen Schülerinnen der Klassen 10a/10b zum Gedenken brennende Kerzen nach vorne.
    
    Die Schülerinnen Alisha Bächle und Katharina Mutschler (beide 10b) zitierten Presseberichte über antisemitische und rassistische Straftaten in Deutschland aus dem vergangenen Jahr, während Oberbürgermeister Hansjörg Eger im Wechsel mit unseren Schülerinnen die passenden Passagen aus dem Grundgesetz dem gegenüberstellte. Der Oberbürgermeister mahnte uns anschließend eindringlich zur Wachsamkeit in der heutigen Zeit.

Wir danken allen motivierten und engagierten Schülerinnen unserer Schule, die tatkräftig an der Gestaltung dieser Gedenkfeier mitgewirkt haben!


Alexia Schlichting
Religionslehrerin der ESR-Speyer

Erinnern - Gedenken - Mahnen 2014

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am Gedenktag zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz (27. Januar 1945) gestalten Schülerinnen der Edith-Stein-Schulen die Gedenkfeier "Erinnern - Gedenken- Mahnen" mit.


In diesem Jahr steht die Situation der Zwangsarbeiter im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Am Gedenktag zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz (27. Januar 1945) gestalten Schülerinnen der Edith-Stein-Schulen die Gedenkfeier "Erinnern - Gedenken- Mahnen" mit.


In diesem Jahr steht die Situation der Zwangsarbeiter im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Pressebericht RheinPfalz 28.01.2011

"Die sich des Vergangenen nicht erinnern, sind dazu verurteilt, es noch einmal zu erleben."
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