Erinnerungen, die verpflichten: Menschenrechtstafel in der ESR feierlich übergeben
Edith Stein steht für einen Lebensweg, der von geistiger Klarheit, Verantwortungsbewusstsein und persönlicher Konsequenz geprägt war. Als Philosophin und engagierte Denkerin setzte sie sich intensiv mit Fragen von Würde, Freiheit und Verantwortung auseinander. Ihr Schicksal macht deutlich, wie verletzlich diese Werte sind – und wie notwendig es bleibt, diese zu schützen.
In einer Zeit, in der gesellschaftliche Gräben immer tiefer werden, die Sprache härter und rauer wird, braucht es Orte des Innehaltens und Zeichen, die Orientierung geben.
Für uns ist diese Menschenrechtstafel ein solches Zeichen!
Sie bietet die Möglichkeit, sich immer wieder an den besonderen Geist und die Stärke unserer Namensgeberin zu erinnern. Ihre Biografie verpflichtet uns.
Bereits in den 5. Klassen befassen wir uns mit ihrem Lebenslauf und besuchten bisher immer das Kloster Sankt Magdalena in Speyer sowie ihr Zimmer, in dem sie sieben Jahre lang gewohnt hat, während sie als Lehrerin unterrichtete. Unsere Abschlussklassen planen bei jeder Abschlussfahrt einen Halt in der KZ-Gedenkstätte in Dachau ein. Wir blicken auf das Gelände der Krematorien. Ein Ort unvorstellbaren Leides wird für uns erfahrbar.
Ebenfalls zur Schultradition gehört unsere regelmäßige Beteiligung an der Gedenkfeier „Erinnern-Gedenken-Mahnen“, die bundesweit am 27. Januar stattfindet und an die Befreiung des Konzentrationslagers in Auschwitz erinnert. Unsere schulische Erinnerungskultur wird nun durch diese Verleihung gewürdigt.
Die Erinnerung an Edith Stein verpflichtet uns, auch heute noch für die Würde unseres Nächsten mutig einzustehen.
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