freiwilliges Elterngeld
Um den Bestand ihrer katholischen Privatschulen auf lange Sicht bei gleichbleibend hohem Niveau sichern zu können, wirbt die St. Dominikus Schulen GmbH seit neuestem für ein freiwilliges Elterngeld. Dadurch sollen die Eltern der Schüler an Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen beteiligt werden. Unter anderem in den beiden Speyerer Edith-Stein-Schulen.
„Das Rad wird damit nicht neu erfunden”, versicherte der Aufsichtsratsvorsitzende der gemeinnützigen St. Dominikus Schulen GmbH Hans, Peter Brohm, gestern in einem Pressegespräch. Vielmehr sei es an vielen Privatschulen schon seit Jahren Gang und Gäbe, die Eltern zu einer freiwilligen Beteiligung an den Kosten aufzufordern. Mit der Empfehlung für eine monatliche Zahlung von 25 Euro bewegten sich die St. Dominikus Schulen am untersten Rand der üblichen Beiträge.
Ob das Elterngeld überhaupt gezahlt wird und wenn ja in welcher Höhe und Regelmäßigkeit, steht im Ermessen der Eltern. Markus Trescher, Geschäftsführer der St. Dominikus Stiftung Speyer, erklärte dazu, dass jeder selbst entscheide, wie viel er geben will. „Um zu verhindern, dass Eltern oder Lehrer in Zugzwang geraten, haben wir entschie-den, dass die Spenden an die St. Dominikus Stif-tung Speyer gezahlt werden sollen und nicht direkt an die Schulen.” So würden die Schulleitungen nicht erfahren, ob und wie viel einzelne Eltern gespendet haben und es könnten keine Nachteile für die Schüler entstehen. Die Summe des gezahlten Elterngeldes fließe den Schulen jeweils am Ende des Jahres zu.
„Dieses Geld wird nicht für den laufenden Schulbetrieb verwendet, sondern für Sanierungs- und Investitionsmaßnahmen, die bisher zurückge-stellt werden mussten”, meinte Ralf Heimbach, Geschäftsführer der St. Dominikus Schulen GmbH.
Gemeint sind damit etwa Reparaturen an Schulgebäuden und die Umsetzung technischer Entwicklungen.
Die St. Dominikus Stiftung habe zuletzt jährlich rund 300.000 Euro aus ihrem Vermögen aufwenden müssen, um Defizite an den Schulen in St. Ingbert, Landstuhl und Speyer auszugleichen, so Heimbach weiter. Die Zuschüsse des Landes und der Diözese hätten sich in der Vergangenheit nicht dynamisch entwickelt. Hinzu kämen schlechten Zinssätze, die verhinderten, dass der Trägerverein die Kosten allein aus den Gewinnen der Stiftung bestreiten könnten.
„Es ist nicht so, dass wir unsere Schulen ohne das Elterngeld schließen müssten”, meinte Brohm. „Aber um das Niveau des Unterrichts und Schulle-bens auf lange Sicht halten zu können, brauchen wir Unterstützung der Eltern.” (yns)
Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Speyerer Rundschau
Ausgabe: Nr.269
Datum: Samstag, den 19. November 2011
Seite: Nr.16
siehe auch: <link internal-link elterngeld zur unterstützung der schulen gemeinnützigen st. dominikus>freiwilliges Elterngeld
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